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Viele Jahre schlummerte ein Bild unerkannt in der Berliner
Gemäldegalerie, nun wurde das „Portrait eines Unbekannten“ tatsächlich als
Mozart-Portrait identifiziert.
Bislang kannte man nur Darstellungen, die eher unzureichend
das Aussehen Mozarts wiedergaben. So wurde z.B. das bekannteste aller
Mozart-Bilder, nämlich das von Barbara Krafft, erst 1819, also 30 Jahre nach
Mozart’s Tod gemalt.
Unser Bild wurde vom kurbayrischen Hofmaler Johann Georg
Edlinger (1741-1819) gemalt. Mozart machte 1790 während seiner Rückreise von
Frankfurt am Main nach Wien einen siebentägigen Zwischenaufenthalt in München.
Er wohnte im Gasthaus zum „Schwarzen Adler“ in der Kaufinger Straße, dessen
Wirt den Maler kannte.
Der Entdecker Wolfgang Seiller, ein Nachfahre des Künstlers,
und Rainer Michaelis, der Oberkustos der Berliner Sammlung, stützen sich mit
ihrer Beweisführung zur Echtheit des Bildes auf Computertechnik, auf Vergleiche
mit anderen Mozartbildnissen und auf gründliche Analysen.
Das größere linke Auge, die Sattelnase wie beim
Mozartgemälde in Bologna, die Statur wie auf der Silberstiftzeichnung von Dora
Stock, die Perücken- und Kleidermode der Zeit, alles weist darauf hin, dass es
sich hier um ein Portrait Mozarts handelt.
Johann Georg Edlinger war auf Portraits spezialisiert. Er
zeigt keinen idealisierten Apoll, sondern einen ungeschöntes, wahrhaftiges
Abbild. Er bringt uns Mozarts Aussehen näher als alle anderen Maler, die ihn
dargestellt haben.
Ich bin stolz und freue mich, Ihnen dieses Portrait als
erster anbieten zu können.
Format 50 cm x 70 cm
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